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M TOURS BLED / GESCHICHTE IM ÜBERBLICK


ERSTE BESIEDELUNG

Der antiken Legende nach kamen die Argonauten einst über die Donau und die Sava in das Becken von Ljubljana. Von dort aus trugen sie ihre Boote bis zur Adria. Tatsächlich wurde das Gebiet des heutigen Sloweniens bereits im Paläolithikum besiedelt. Bei Ausgrabungen in Höhlen nahe des Berges Olševa wurden Knochenwerkzeuge und eine knöcherne Flöte gefunden (das älteste bekannte Musikinstrument der Welt), die auf ca. 45.000 Jahre vor Christus datiert werden konnten. Während des Neolithikums (ca. 2000 vor Christus) entstanden Pfahlsiedelungen in den Sümpfen südlich des heutigen Ljubljanas, deren Bewohner sich von Landwirtschaft und Viehzucht ernährten. Ab dem 12. Jahrhundert vor Christus siedelten Illyrer im diesem Gebiet südlich der Alpen, vom Soca Tal bis zum heutigen Novo Mesto. Ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. Kam es zu Auseinandersetzungen mit den Griechen, die im heutigen Koper eine größere Kolonie gegründet hatten. Ab ca. 400 vor Christus erreichten keltische Gruppen Slowenien und begannen sich mit der lokalen Bevölkerung zu vermischen. Sie gründeten auch den ersten „Staat“ auf Slowenischem Boden, das Königreich Noricum.


UNTER RÖMISCHER HERRSCHAFT

Im Jahre 181 vor Christus gründeten die Römer die Colonia Aquileia in der Bucht von Triest als Handelszentrum und militärisches Sprungbrett nach Südosten. Unter den vielen römischen Würdenträgern, die sich hier aufhielten war auch Julius Cäsar, nach dem die Julischen Alpen benannt sind. Im zweiten Jahrhundert nach Christus kamen im von den Römern annektierten Königreich Noricum zentrale Städte wie Emona (das heutige Ljubljana), Poetovio (Ptuj) und Celeia (Celje) zu überregionaler Bedeutung und erlebten durch den Handel zwischen Süd- bzw. Südosteuropa und Mitteleuropa eine Blütezeit. Zahlreiche prachtvolle Befestigungsanlagen, Villen, Thermen und Tempel entstanden in Ljubljana , Ptuj, Celje und vielen anderen slowenischen Städten, deren Reste zum Teil bis heute sichtbar sind.


DIE SLAWEN

Nachdem das Gebiet des heutigen Sloweniens während der Völkerwanderung von marodierenden Hunnen, Goten und Langobarden verwüstet worden war, wanderten im 6. Jahrhundert von Nordosten her slawische Stämme ein und siedelten in den Flusstälern der Drava (Drau), Sava und Mura sowie den östlichen Alpenregionen. Die ersten slawischen Stämme waren friedfertige Ackerbauern und Viehzüchter, die hauptsächlich in den Wäldern der Region und entlang der Flüsse siedelten, Brandrodung betrieben und innerhalb ihrer Siedlungen keine soziale Hierarchie kannten: Ein Anführer wurde nur in Zeiten akuter Gefahr gewählt. Dies war vermutlich auch einer der Gründe, warum sie nie ein eigenes unabhängiges Königreich etablieren konnten. Im Laufe der Völkerwanderung und dem Einfall anderer Völker änderte sich jedoch die friedfertige Grundhaltung der Slawen und sie wurden zunehmend kriegerischer.
Im frühen 7. Jahrhundert entstand unter dem Herrscher Samos das erste slawische Großreich, dass von der Lausitz im Norden bis ins Gebiet des heutigen Sloweniens reichte und sich in einzelne Fürstentümer gliederte. Das heutige Kärnten und der nördliche Teil Sloweniens bildeten das Fürstentum Karantanien (Karantanija). Nach dem Tod Samos zerfiel das Großreich und das Fürstentum Karantanien wurde unabhängig – der erste slawische Staat auf slowenischem Boden entstand.
Mit der Expansion Karls des Großen Richtung Osten fiel Karantanien unter fränkische Herrschaft und ab 796 setzte die erste systematische Christianisierung dieser Region ein. Die einzelnen Bistümer erhielten für ihre Missionsarbeit großzügig Ländereien, so erhielt das Erzbistum Salzburg Ländereien in Kärnten, der Steiermark und im Sava Tal, das Bistum Freising die Region Bischofslack (Škofia Loka), das Bistum Brixen das Gebiet von Wochein (Bohinj) bis Veldes (Bled) und das Bistum Bamberg Ländereien um Villach. 976 wurde Groß-Karantanien Teil des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation und nach der Jahrtausendwende kamen verstärkt deutsche Siedler in das Gebiet Karantaniens und aus den entstehenden Marktgrafschaften bildeten sich die bis heute bekannten historischen Länder Kärnten, Steiermark und Krain.


UNTER HABSBURGER HERRSCHAFT

Das Österreichisch-Ungarische Kaiserreich der Habsburger kontrollierte das Gebiet des heutigen Sloweniens (mit nur kurzen Unterbrechungen) vom frühen 14. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Das frühe 15. Jahrhundert erlebte den Aufstieg der Grafen von Cilli, die auf dem Gebiet des heutigen Sloweniens und Westslawonien viel Land erwarben und dank der Hochzeit einer ihrer Töchter mit dem deutschen Kaiser und König von Ungarn zu Reichsfürsten aufstiegen und unter deren Herrschaft Slowenien weitestgehend autonom war. Die drei goldenen Sterne im Staatswappen Sloweniens entstammen dem Wappen derer von Cilli. Mit der Erlangung der Kaiserwürde zu Ende des 15. Jahrhunderts festigte sich jedoch der Machtanspruch der Habsburger, die neben Kärnten, der Steiermark und dem Friaul auch die Krain und Istrien als Kernland ihres großen Imperiums betrachteten. Ab dem 16. Jahrhundert fielen über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren wiederholt Ottomanische Türken ins habsburgische Reich ein und die vielen befestigten Dörfer und Wehrkirchen im heutigen Slowenien zeugen noch heute von der ständigen Bedrohung. Als Gegenleistung für ihre ständige Kampfbereitschaft erhielten die Bewohner zahlreiche Privilegien und wurden als „Bollwerk der Christenheit“ gegen den Islam gesehen. Den Übergang zur Neuzeit kennzeichneten ab Ende des 15. Jahrhunderts wachsende Konflikte innerhalb der feudalen Gesellschaft, die auf dem Gebiet Sloweniens wiederholt zu Bauernaufständen führten. Zusätzliche Sprengkraft erhielten die Aufstände durch die Reformation, die Slowenien aber auch die ersten Bücher in slowenischer Sprache gaben, unter anderem den „Katechismus“ von Primož Trubar von 1550, einem Meilenstein für slowenische Kultur und Nationalbewusstsein. Eine zweite große Reformwelle erlebte Slowenien im 18. Jahrhundert unter Kaiserin Maria Theresia, als in zunehmendem Maß Schulen errichtet wurden und die agrarische Produktivität entscheiden gesteigert werden konnte.


NAPOLEON & DIE ILLYRISCHEN PROVINZEN (1797 - 1813)

Nach dem Sieg Napoleons über Österreichs besetzten französische Truppen dreimal das Gebiet des heutigen Sloweniens und schnitten dem habsburgischen Reich den Zugang zur Adria ab. 1809 wurde im Vertrag von Schönbrunn Laibach (Ljubljana) Hauptstadt der von Napoleon neu geschaffenen Illyrischen Provinzen, die die Krain, Triest und Görz, Oberkärnten, Teile Tirols, Kroatiens und Dalmatiens umfasste. In diesen recht kurzen Zeitraum französischer Besetzung fielen aber auch grundlegende Änderungen: So fand die slowenische Sprache und die neue slowenische Schriftsprache, deren Grundlagen vom Aufklärer Valentin Vodnik (1758 – 1819) geschaffen wurde, erstmals Eingang in Schulen und die Verwaltung und die rechtliche Gleichheit wurde eingeführt. Dies beflügelte auch die nationale Unabhängigkeitsbewegung (dem Illyrismus) mit ihrer Forderung nach einer „freien, unteilbaren Nation“.


DAS KÖNIGREICH DER SERBEN; KROATEN UND SLOWENEN UND DAS KÖNIGREICH JUGOSLAWIEN

Nach dem Ende des Krieges 1918 rief der slowenische Nationalrat am 28. Oktober den „Unabhängigen Staat der Slowenen, Kroaten und Serben“ (SHS) aus und erklärte den Austritt aus dem österreichischen Staatenverbund. Um sich besser gegen die italienischen Truppen, die Slowenien für sich beanspruchten und am ab dem 3. November 1918 Richtung Ljubljana vorstießen, behaupten zu können, erweiterte sich der unabhängige Staat SHS unter Einbeziehung Montenegros zum „Vereinten Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen“. Jedoch konnte auch der unabhängige Staat es nicht verhindern, dass größere Teile Sloweniens im Friedensvertrag von Rapallo an Italien fielen - so etwa die Küstenregion Primorska (einschließlich Triest und dem Soèa Tal) und die westliche Innerkrain mit Idija und Postojna. Zudem sprach sich die Mehrheit der in Südkärnten und der nördlichen Steiermark lebenden Slowenen in einer Volksabstimmung für einen Verbleib in Österreich aus. 1929 rief schliesslich der zunehmend diktatorisch regierende König Alexander das „Königreich Jugoslawien“ aus.


DER ZWEITE WELTKRIEG

Die jugoslawische Regierung verhielt sich bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ursprünglich neutral schloss aber 1941 einen Beistandspakt mit den Achsenmächten. Daraufhin erfolgte ein Putsch oppositioneller Offiziere und wenig später marschierten italienischer und deutscher Truppen ein und die Jugoslawische Armee musste nach weniger als zwei Wochen kapitulieren. Der König flüchtete nach London und Slowenien wurde zwischen Deutschland, Italien und Ungarn aufgeteilt. Nur wenig später gründete sich die Slowenische Befreiungsfront, die regen Zulauf aus der Bevölkerung hatte, für ein freies slowenisches Staatsgebilde innerhalb eines unabhängigen Jugoslawischen Staates kämpfte und sich mit der schlagkrätigen jugoslawischen Partisanen Armee von Josip Broz, genannt „Tito“ zusammenschloss. Schon kurz nach der Kapitulation Italiens hatte die Partisanenarmee weite Teile Jugoslawiens unter ihre Kontrolle gebracht und unter anderem auch das von einem Mix aus Slowenen und Italienern bewohnte Triest befreit, dass daraufhin von Jugoslawien beansprucht wurde und erst nach einer Phase internationaler Verwaltung 1954 wieder zurück an Italien fiel.


DAS SOZIALISTISCHE JUGOSLAWIEN

Am 29. November 1945 wurde die „Föderative Volksrepublik Jugoslawien“ ausgerufen. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung erreichte die kommunistische Volksfront um den Nationalhelden Tito 90% aller Stimmen und leitete so die weitere politische Entwicklung der Nachkriegszeit ein. Tito wurde zum Staatsoberhaupt Jugoslawiens gewählt und obwohl er sich schon recht früh von der stalinistischen Sowjetunion distanzierte und so bei Stalin in Ungnade viel, wurde die Umwandlung Jugoslawiens in ein kommunistisches/ sozialistisches Land bis in die Mitte der 50er Jahre vorangetrieben. Die Industrie wurde verstaatlicht, privater Landbesitz auf 20 ha begrenzt und eine zentralistische Planwirtschaft eingeführt. Die Isolierung Jugoslawiens von den Märkten des Sowjetischen Blocks nach der Überwerfung mit Stalin zwang Tito jedoch schon recht bald, sich dem Westen zu nähern und einen liberalen, oft scherzhaft als „rosa Sozialismus“ bezeichneten Kurs einzuschlagen, von dem der Tourismus und vor allem im grenznahen Slowenien auch die Industrie profitierte. So war Slowenien zum Zeitpunkt von Titos Tod 1980 die am weitesten entwickelte Region Jugoslawiens.


UNABHÄNGIGKEIT – DIE REPUBLIK SLOWENIEN

Nach Titos Tod spitzten sich die Konflikte zwischen den Regionen Jugoslawiens (vor allem zwischen dem katholisch-westlich geprägten und relativ wohlhabendem Nordwesten und dem orthodox-byzantisch und teilweise auch islamisch geprägtem Südosten) zu und in einer am 23. Dezember 1990 durchgeführten Volksabstimmung stimmten 88% der Slowenen für eine staatliche Unabhängigkeit Sloweniens von Jugoslawien. Daraufhin begann man in Slowenien mit dem Aufbau einer 35.000 Mann starken bewaffneten Bürgerwehr (slowenische Territorialverteidigung). Am 25. Juni 1991 erklärte das slowenische Parlament schliesslich die jugoslawische Verfassung für ungültig und rief die parlamentarische Republik Slowenien aus. Im Handstreich besetzten daraufhin Truppen der slowenische Territorialverteidigung die Grenzübergänge nach Österreich, Italien und Ungarn. Zwei Tage später rückten jugoslawische Panzereinheiten zu den österreichischen und italienischen Grenzen vor, stießen dabei aber auf erbitterten und sorgfältig vorbereiteten Widerstand der Slowenen. Bereits 10 Tage später, am 7. Juli 1991 zogen die jugoslawischen Soldaten, die weder einen allgemeinen Schießbefehl noch die notwendige Munition für eine längere Auseinandersetzung besaßen, wieder ab und Slowenien übernahm drei Monate später die endgültige Kontrolle über das Land und den Luftraum. Nach 10 Tagen endet der Unabhängigkeitskrieg der Slowenen („10 Tage Krieg“) mit einem Waffenstillstand. Er forderte insgesamt 56 Tote und 287 Verletzte – hauptsächlich auf Seiten der jugoslawischen Bundesarmee. Während andere Europäische Staaten noch zauderten, beschloss die Bundesregierung schon am 15. Dezember 1991 die diplomatische Anerkennung Sloweniens und Kroatiens. Am 15. Januar 1992 wurden Slowenien und Kroatien schliesslich auch von den restlichen Ländern der EU rechtlich anerkannt. Seit Mai 1992 ist Slowenien Mitglied der UNO. Nach anfänglichen Rückschlägen in der Transformation von einer sozialistischen in eine kapitalistische Ökonomie entwickelte sich Slowenien zunehmend zu einem stabilen und wohlhabenden europäischen Land, dass 2002 Mitglied der NATO und am 1. Mai 2004 Mitglied der EU wurde und dank einer vorbildlichen Wirtschaftsentwicklung am 1. Januar 2007 als erstes der neuen Beitrittsländer den Euro als alleinige Staatswährung einführen konnte.


Kurzer Chronologischer Abriss der Geschichte Sloweniens

• Im 6. Jahrhundert besiedelten die ersten slawische Stämme die Flusstäler von Sava, Darva und Mura.
• 7. Jahrhundert: Das slawische Fürstentum Karantanien entsteht.
• 745 nach Christus wird Karantanien Teil des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation.
• 9. Jahrhundert: Christianisierung Sloweniens; die slawische Sprache, aus der das Slowenische hervorgeht, entsteht.
• 14. bis 16. Jahrhundert: Slowenien wird Teil des Habsburgischen Reichs.
• 1584 wird die Bibel erstmals ins Slowenische übersetzt.
• 1848 wird erstmals ein politisches Programm formuliert, das die Unabhängigkeit Sloweniens fordert.
• 1918: Slowenien wird Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS).
• 1929: Der Staat benennt sich in “Königreich Jugoslawien” um.
• 1941 nehmen die Partisanen der slowenische Befreiungsfront den Kampf gegen die Deutschen und Italienischen Besatzer auf.
• 1945 - 1953 – im sozialistischen Jugoslawien werden privater Landbesitz und alle Firmen verstaatlicht.
• 1948 rebelliert Tito gegen Stalin und nähert sich zunehmend dem Westen an.
• Am 23. Dezember 1990 votieren 88% aller Slowenen in einer Volksabstimmung für ein unabhängiges Slowenien.
• Am 25. Juni 1991 ruft die Republik Slowenien ihre Unabhängigkeit aus.
• 6. März 1995: Slowenien beginnt Beitrittsverhandlungen mit der EU.
• 1. Mai 2004: Die Republik Slowenien tritt der EU bei.
• 1. Januar 2007: Slowenien führt den Euro als alleiniges Zahlungsmittel ein