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M TOURS BLED / KUNST UND KULTUR


Bildende Künste - Malerei, Bildhauerei und Architektur

Slowenien ist ein von vielen Kulturen geprägtes Land und viele der vormaligen Herrschaftsmächte haben ihre Spuren in dem kleinen Land hinterlassen und so ein Kaleidoskop verschiedener Stile aus Ost und West auf kleinstem Raum geschaffen. So ist Beispielsweise der italienische Barrock vor allem in Kirchen und Verwaltungsgebäuden weit verbreitet und am schönsten an der Kathedrale von Ljubljan ersichtlich. So ist Slowenien ein wahre Fundgrube für Architekturfreunde und dementsprechend ist der Architekt Joze Pleènik (1872-1957) auch einer der international bekanntesten Slowenen. Er war maßgeblich für den Wiederaufbau Ljubljanas nach dem verheerenden Erdbeben von 1895 verantwortlich und hat auch in Wien und Prag seine unübersehbaren Spuren hinterließ (u.a. hatte er den Regierungssitz in Prag - die Prager Burg - neu gestaltet). Das Portrait Joze Pleènik zierte bis 2007 die 500 Tolar Note und auf der neuen 20 Cent Münze ist einer seiner Entwürfe zu sehen.
Sehr weit verbreitet sind auch Gotische Freskos, deren vielleicht schönsten Beispiele sich in der Kirche St. Johan am See von Bohinj finden. Die berühmtes Vertreter der slowenischen Gotik sind die Maler Johannes de Laibaco, Johannes Aquila und Jernej von Loka. Aber auch wichtige Vertreter des Impressionismus hat Slowenien hervorgebracht, so unter anderem Ivan Grohar, Matej Sternen und Rihard Jakopiè, denen 1990 eine international viel beachtete Ausstellung in Ljubljana gewidmet war. Im sozialistischen Jugoslawien errangen slowenische Künstler wie etwa Lojze Doliner internationales Ansehen und die zeitgenössische Kunst wird von Malern wie Rudi Spanzel (der nach der Unabhängigkeit die neuen Tolar Banknoten entwarf) und der Gruppe NSK („Neue Slowenische Kunst“ - die in den 1980er Jahren international für Furore sorgte und hauptsächlich Multimedia Art produziert) vertreten. Aber auch in der Bildhauerei hat Slowenien bedeutende Künstler und Werke hervorgebracht. So etwa die barocken Skulpturen von Jozef Straub (hier ist vor allem seine Pestsäule in Maribor hervorzuheben) oder Francessco Robas‘ (der „Meister des Laibacher Barock“ 1698 - 1757) „Brunnen der Krainer Flüsse“ direkt neben dem Rathaus in Ljubljana. Bedeutend ist in Slowenien auch die „Forma Viva“ Bewegung, die seit 1961 regelmäßig in vier slowenischen Städten mehrwöchige internationale Symphosien veranstaltet. Neben den führenden slowenischen Bildhauern werden zu diesen Symphosien auch bedeutende internationale Künstler eingeladen und die auf diesen Treffen über Jahrzehnte hinweg entstandenen Werke sind in Portoroz, Kostanjevica, Ravne und Maribor in spektakulären und international bewunderten Skulpturenparks zu besichtigen.


Musik und Tanz

Die traditionelle Slowenische Volksmusik entwickelte sich ursprünglich aus rituellen Gesängen und zeremoniellen Liedern. Die im Moment populärsten Vertreter der slowenischen Volksmusik ist das Trio Trutamora Slovenica, die hauptsächlich mit traditionellen Instrumenten wie der Zitter, der Zvegla (einer hölzernen Querflöte) oder Rasseln aus getrockneten Kürbissen arbeiten. Klassische Musik erreichte Slowenien mit der Christianisierung und die ältesten erhaltenen klassischen Stücke entstanden um das Jahr 1440. Der wichtigste Vertreter dieser klassischen Epoche war der Komponist Izak Pos. Aus Piran an der slowenischen Adriaküste stammt einer der bekanntesten Musiker und Komponisten des Landes, Guiseppe Tartini (1692 – 1770). Von ihm stammt neben hunderten Sonaten, Konzerten und Sinfonien auch die berühmte „Teufelstrillersonate“ und einer der schönsten Plätze Sloweniens – der Tartini-Platz in Piran – ist nach ihm benannt und wird von seinem Denkmal geziert. Die erste slowenische Oper wurde bereits 1780 von Jakob Zupan komponiert. Der bekannteste Opernstar Sloweniens ist die Mezzo-Sopranistin Marjana Lipovšek. Ljubljana hat auch eine eigene Ballett-Akademie, die ein Teil des Nationaltheaters ist. Tanz und Ballett haben in Slowenien eine lange Tradition, so fand die erste Ballettaufführung Sloweniens bereits 1918 in Ljubljana statt. Bedeutende Vertreter des modernen Tanzes ist das Ensemble „Betontanc”, das unter anderem mit Rock-Opern Erfolge feierte. Und natürlich darf in einer Übersicht über slowenische Musik ein Hinweis auf die legendäre „Oberkrainer Volksmusik“ nicht fehlen: Diese vor allem im deutschsprachigen Raum äußerst populäre Form der slowenischen Volksmusik und einer der größten slowenischen Exportschlager entwickelte sich in den Julischen Alpen um Bled und wurde hauptsächlich vom Akkordeonspieler Slavko Avsenik (Jahrgang 1929) und seinen Musikanten aus Begunje entscheidend geprägt.


Literatur

Wahrscheinlich führten irische Mönche im 8. Jahrhundert die Lateinische Schrift in Slowenien ein. Die erste Schrift in slowenischer Sprache stammt aus dem Jahr 970. Der Romantik entstammt Sloweniens berühmtester Poet und glühende Verfechter eines slowenischen Nationalbewusstseins und Sprache, der Volksheld France Peršeren, der 1800 in der Nähe von Bled geboren wurde. Sein Portrait prägte bis 2007 die slowenischen 1000 Tolar Scheine und heute ist er auf der slowenischen 2 Euro Münze zu sehen. Peršeren, der ein eher eitler und arroganter Mann war, weigerte sich zeitlebens für Portraits Modell zu sitzen und verbot jedwegliches Abbild von ihm – weshalb nur Bilder von ihm existieren, die nach seinem Tod aus dem Gedächtnis angefertigt wurden. Auch die slowenische Nationalhymne geht auf Peršeren zurück: 1991 wurde eine Strophe aus seinem berühmten „Trinklied“ zur Hymne Sloweniens gewählt, sein Todestag ist Nationalfeiertag.
Zu den bekanntesten zeitgenössischen Autoren Sloweniens zählen der als „slowenischer Camus“ gefeierte Edward Kocbek (1904 – 1981) und der vor allem im deutschsprachigen Raum bekanntere Drago Janèar (Jahrgang 1948; „Galeot“, „Luzifers Lächeln“). Jedes Jahr im Mai trifft sich die internationale PEN Elite in Bled, um über den Zustand der Welt und der zeitgenössischen Literatur zu diskutieren.